Stabsrahmenübung für das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld

02.07.2009 16:38 von Jürgen Lindemann

Stabsübung KKG
Mitglieder der KomFü

Am 1. Juli 2009 fand in der Regierung von Unterfranken eine Stabsrahmenübung für die Umgebung kerntechnischer Anlagen im Rahmen des nuklearen Katastrophenschutzes statt. Übungsziel war die Erprobung und Überprüfung der für das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld erarbeiteten Alarm- und Einsatzpläne. Ohne den tatsächlichen Einsatz von Hilfsorganisationen und sonstigen Einheiten vor Ort wurden von den Führungsstäben der betroffenen Behörden und Dienststellen in einem Übungsfall die Alarm- und Meldewege sowie das koordinierte Zusammenwirken aller Beteiligten durchgespielt. Im Rahmen der Übung wurde auch die Einrichtung eines Bürgertelefons erprobt. Der Stabsrahmenübung lag ein hypothetischer Unfall in der kerntechnischen Anlage mit einer geringen Freisetzung radioaktiver Stoffe in die unmittelbare Umgebung zugrunde. Die Übung wurde mit Erfolg und zur Zufriedenheit aller beteiligten Behörden durchgeführt.Die Gesamtleitung bei der Stabsrahmenübung hatten das Bayerische Innen- und das Bayerische Umweltministerium zusammen mit der Führungsgruppe Katastrophenschutz der Regierung von Unterfranken. An der Vorbereitung und Durchführung waren beteiligt: das Bayer. Landesamt für Umwelt, das Landratsamt und die Stadt Schweinfurt, die Landratsämter Kitzingen und Rhön-Grabfeld, das Polizeipräsidium Unterfranken, Vertreter des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld, das Bezirksverbindungskommando der Bundeswehr, die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Süd, Vertreter der Hilfsorganisationen sowie die Deutsche Bahn AG.

 

Die deutschen Kernkraftwerke unterliegen bei Bau und Betrieb international anerkannt sehr hohen Sicherheitsanforderungen. Sie haben einen sehr hohen Sicherheitsstandard. Darüber hinaus treffen die zuständigen Behörden zur Vorsorge für einen extrem unwahrscheinlichen kerntechnischen Unfall planmäßige Vorbereitungen zur Gefahrenabwehr und damit zum Schutz der Bevölkerung. Planbesprechungen und Übungen sind nach den Leitsätzen des Bayerischen Staatsministeriums des Innern in regelmäßigen Abständen durchzuführen. (Text: Regierung von Unterfranken)

 

Die KomFü des Landkreises war zur Sicherstellung der Kommunikation der FüGK zu den vorgesetzten Dienststellen und Organisationen mit sechs Helfern im Einsatz.

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