Funkübung des Landkreises 2011
11.09.2011 18:14 von Jürgen Lindemann
Durch eine extreme Unwetterfront, die seit Ende Mai weite Teile Deutschlands heimsucht, sind viele Landstriche durch Sturm und Starkregen extrem beeinträchtigt. Seit Stunden kämpfen bereits viele Helfer gegen flächige Überschwemmungen und Sturmschäden im Bereich des nördlichen Landkreises Schweinfurt an. Es wurden bereits große Waldflächen durch den Sturm zerstört und wichtige Infrastruktureinrichtungen durch Überschwemmungen und Hagelschlag unbrauchbar gemacht.
Dies war das Szenario, das die rund 50 Helfer aus Feuerwehr, THW und BRK aus dem Landkreis Schweinfurt den Einstieg in die Funkübung an der Schule Üchtelhausen geben sollte. Dann war Phantasie gefragt: Die Helfer waren gefordert, Meldungen über Funk an andere Einsatzkräfte und die Einsatzleitungen zu übermitteln.
Was sich einfach anhört, setzt gerade bei Großschadensereignissen eine hohe Disziplin des Einzelnen voraus. Verständlicherweise möchte jeder Helfer schnell und umfassend Nachforderungen anstoßen oder über die Einsatzlage in seinem eigenen Abschnitt informieren. Doch wenn viele Helfer einen oder maximal zwei Funkkanäle zur Verfügung haben, wird es schwer, eine geordnete Kommunikation auf die Füße zu bekommen. Strukturierte, knappe aber erschöpfende Funksprüche sind dabei die Grundlage.
Insbesondere ungeübten Helfern wird im Rahmen der jährlichen Funkübung die Möglichkeit gegeben, die nötige Funkdisziplin und den Umgang mit dem Funkgerät zu üben.
Üblicherweise sind die Knotenpunkte dieser Funkübungen bei den beiden Unterstützungsgruppen des Landkreises zu finden. In diesem Jahr jedoch, musste sich die UG-ÖEL alleine durch den Übungseinsatz kämpfen, da die Helfer und der Einsatzleitwagen zeitgleich bei einem Sucheinsatz in Pfändhausen gebunden war.