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Die Hintergründe der Kooperation

Die UG's
Die Unterstützungsgruppen im Landkreis Schweinfurt
Mit der Übergabe des KomKo 2 (mobile Kommunikationseinheit aus Laptop/Faxdrucker/Telefonanlage) im Februar 2005 begann die aktive Gründungsphase für die UG-SanEL beim BRK. Zu diesem Zeitpunkt hatten die ersten drei Helfer bereits den Grundlehrgang für Mitarbeiter der UG-SanEL absolviert.

Auf Vorschlag des Fachdienstlführers IuK beim BRK Schweinfurt Thomas Englisch wurde recht schnell ein Kontakt mit der UG-ÖEL des Landkreises Schweinfurt hergestellt. Thomas Englisch ist neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit auch als Leiter der KomFü des Landkreises bestellt. Dies erleichterte den Zugang zur bunt aus nahezu allen Fachdiensten des Katastrophenschutzes zusammen gewürfelten Einheit. Bereits am 12.03.2005 fand dann die erste gemeinsame Ausbildung von UG-ÖEL und UG-SanEL im Ausbildungszentrum des Landkreises am Kreisbauhof in Niederwerrn statt. Seit diesem Zeitpunkt treffen sich die beiden Gruppen nahezu monatlich.

Die erste Bewährungsprobe für die neue Zusammenarbeit fanden beide Gruppen bei einer Übung auf der damals neuen, aber noch nicht freigegeben BAB A71. Die Abarbeitung des angenommenen Massenunfalls mit Gefahrgutbeteiligung zeigte deutlich, wo noch Bedarf der Nachbesserung vorherrschte, insbesondere bei der UG-SanEL und der Kommunikation beider Gruppen untereinander.
Die Erfahrungen aus der Übung flossen in die Konzeption der folgenden Ausbildungsveranstaltungen ein.

Die zweite große Bewährungsprobe fanden beide Gruppen bei der Stabsrahmenübung der staatlichen Feuerwehrschule Geretsried am 17.11.2005. Dabei wurde den Helfern ein Szenario geboten, bei dem ein Unwetter den gesamten südlichen Landkreis heimsuchte. Die Übung zeigte im Vergleich zur Autobahnübung deutliche Weiterentwicklungen bei der UG-SanEL und bei der Kommunikation zwischen beiden Gruppen. Diese Weiterentwicklung war die Bestätigung für das Weiterführen dieser Zusammenarbeit.

Grundvoraussetzung für eine solche Zusammenarbeit ist aber, dass die einzelnen Helfer selbst nicht auf Organisationszugehörigkeiten, Uniformen und andere, eher verbandspolitisch aufgebaute Barrieren achten. Und diese Grundvoraussetzung traf die UG-SanEL sofort bei den Kollegen der UG-ÖEL vor. Dies erleichterte den Aufbau kameradschaftlicher Beziehungen zwischen beiden Gruppen erheblich.

Wie wir aus eigener Erfahrung feststellen konnten, ist ein enger Kontakt zwischen beiden Unterstützungsgruppen äußerst wichtig bei der Abarbeitung eines Einsatzgeschehens. Nur wenn Informationen unkompliziert zwischen beiden Gruppen auf dem kleinen Dienstweg direkt fließen ist ein einheitlicher Wissenstand über die am Einsatz vorherrschende Lage möglich. Von einer guten Zusammenarbeit der Führungsunterstützungsgruppen ziehen nicht nur die Unterstützungsgruppen selbst einen Vorteil, sondern auch die Einsatzleiter der jeweiligen Fachbereiche und damit letztlich auch jede einzelne Einsatzkraft vor Ort einen Nutzen. Dieser Nutzen ist für uns Grund genug, die Zusammenarbeit auch weiterhin zu intensivieren und auszubauen.

Den Skeptikern dieser Zusammenarbeit sei beruhigend gesagt, dass eine „feindliche Übernahme“ durch die jeweils andere Gruppe nicht zu erwarten ist. Dazu sind die jeweiligen Aufgabenbereiche zu umfangreich und zu verschieden, als dass diese Aufgaben einfach von der anderen Gruppe übernommen werden könnten.